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Aktuelles

Wasserrohrnetzprüfung in Heßheim und Bobenheim-Roxheim - 23.06.2022

Ab Montag, den 27.06.2022, wird in unserem Auftrag durch die Firma T+E Aqua Service GmbH eine Wasserrohrnetzprüfung, Hydrantenwartung und Prüfung der Schieber in Hessheim und Bobenheim-Roxheim durchgeführt.
Die Arbeiten werden voraussichtlich bis zum 31.08.2022 andauern. In dieser Zeit kann es kurzzeitig zu Absenkungen des Wasserdrucks (5 bis max. 10 Minuten) kommen. 

Stromausfall mehrerer Gemeinden - 22.06.2022

Gegen 19:50 Uhr wurde unser Bereitschaftsdienst darüber informiert, dass es zu einer Stromunterbrechung in den Gemeinden Gerolsheim und Dirmstein kam. Diese Störung führte zu weiteren Stromunterbrechungen in weiteren Gemeinden.

Gegen 22:30 Uhr waren alle Gemeinden wieder am Netz und die Stromversorgung war wiederhergestellt. 

Energiepreise & Versorgungssicherheit: Wie gehts weiter? - 02.04.2022

Erschüttert blicken wir auf das aktuelle Geschehen in der Ukraine. Die (energie-)wirtschaftlichen Herausforderungen, vor denen wir hier bei uns gerade stehen, sind das eine. Vor allem aber sind wir entsetzt und nehmen tiefen Anteil am unvorstellbaren Leid dort.

Was bedeutet die Ausrufung der Frühwarnstufe am 30. März 2022 aus dem Notfallplan Gas?

  • Hintergrund für die Ausrufung der Frühwarnstufe ist Russlands Forderung, Gasrechnungen in Rubel zu begleichen. Dies lehnen die G-7-Staaten und EU jedoch ab.
  • Die Erdgasversorgung in Deutschland ist weiterhin sichergestellt, weshalb Sie sich über einen Versorgungsausfall aktuell keine Sorgen machen müssen. Bei der Ausrufung der Frühwarnstufe handelt es sich um eine Vorsorgemaßnahme für den Fall einer weiteren Eskalation seitens Russlands.
  • Gashändler, -lieferanten und Netzbetreiber ergreifen vorsorglich Maßnahmen, um auf eine mögliche Verschlechterung der Gasversorgungslage schnell reagieren zu können.
  • Es tritt ein Krisenteam aus Vertretern von Behörden und Energieversorgern beim
    Bundeswirtschaftsministerium zusammen, das sich regelmäßig über die aktuelle Lage informieren lässt. Der Krisenstab beobachtet und bewertet laufend die Entwicklungen und leitet, wenn nötig, weitere Maßnahmen ein.
  • Für Verbraucherinnen und Verbraucher ändert sich erst einmal nichts. Und auch wenn es zu Versorgungsengpässen kommen sollte, sind private Haushalte und soziale Einrichtungen wie Krankenhäuser besonders geschützt. Allerdings können weitere Preissteigerungen nicht ausgeschlossen werden.

Was ist der Notfallplan Gas und welche Krisenstufen gibt es?

  • Der Notfallplan Gas regelt Maßnahmen zur Gewährleistung einer sicheren Gasversorgung und unterscheidet dabei drei Krisenstufen: Frühwarnstufe, Alarmstufe und Notfallstufe.
  • Frühwarn- und Alarmstufe
    • Gashändler, -lieferanten und Netzbetreiber ergreifen vorsorglich Maßnahmen, um
      auf eine mögliche Verschlechterung der Gasversorgungslage schnell reagieren zu
      können
    • Es tritt ein Krisenteam aus Vertretern von Behörden und Energieversorgern beim
      Bundeswirtschaftsministerium zusammen, das sich regelmäßig über die aktuelle Lage informieren lässt
  • Notfallstufe – Staat greift ein, Bundesnetzagentur verteilt
    • Wenn die Energieversorgung unmittelbar gefährdet ist, kann die Bundesregierung
      die Notfallstufe ausrufen.
    • Die Bundesnetzagentur (BNetzA) kann dann hoheitliche Maßnahmen durchführen,
      die durch die Netzbetreiber, auch in unserem Netzgebiet, ausgeführt werden
      müssen.
    • Zwangsmaßnahmen sind zum Beispiel Leistungsreduzierung bzw. Abschaltung von
      nicht-systemrelevanten Gaskraftwerken oder Industriekunden, um sicherzustellen,
      dass auch im Notfall Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen und Privatkunden weiter
      mit Gas beliefert werden.
       

Was passiert, falls Russland die Lieferungen einstellt?

  • Zunächst sollten die bereits ergriffenen Vorsorgemaßnahmen für die ersten Wochen danach und den Sommer ausreichen. Die deutsche Gaswirtschaft verfügt über ein breites Instrumentarium zur Gewährleistung einer stabilen Versorgung. Gasspeicher sind hierbei ein Instrument, aber nicht das einzige. Deutschland ist Teil eines europäischen Erdgas-Versorgungsystems, in dem sich die EU-Staaten im Bedarfsfall gegenseitig unterstützen.
  • Im Fall eines dauerhaften Lieferstopps seitens Russland müssten weitere Maßnahmen umgesetzt werden, um einer Gasmangellage vorzubeugen: Zum Beispiel Energie einsparen oder Alternativen zu russischen Gasimporten finden, woran bereits intensiv gearbeitet wird.
  • Sollte es zu einer Gasmangellage kommen, wird die Verteilung von Gas über die
    Bundesnetzagentur gesteuert. Dabei sind bestimmte Verbrauchergruppen besonders geschützt und werden bis zuletzt mit Gas versorgt. Dazu gehören Haushalte und soziale Einrichtungen wie Krankenhäuser.

Wer zählt zu den geschützten Kunden?

  • Durch den Notfallplan Gas wird auch im Krisenfall die Versorgung besonders schützenswerter Kunden gesichert.
  • Zu den gesetzlich geschützten Kunden gehören alle Haushaltskunden, kleine und mittlere Unternehmen, deren Verbrauch über sogenannte standardisierte Lastprofile gemessen wird, grundlegende soziale Dienste und unter bestimmten Voraussetzungen auch Fernwärmeanlagen, soweit sie Wärme an Haushaltskunden liefern.
     

Haben mögliche Versorgungsengpässe beim Erdgas Auswirkungen auf die Strom- und Fernwärmeversorgung?

  • Direkte Auswirkungen auf die Stromversorgung können aktuell ausgeschlossen werden
  • Im Fall einer Gasmangellage könnte von der Bundesnetzagentur angeordnet werden, dass Gaskraftwerke heruntergefahren werden. Dann springen aber Reservekraftwerke ein, die kurzfristig die benötigte Stromleistung bereitstellen und mit anderen Energieträgern wie z.B. Kohle betrieben werden können.
  • Zum jetzigen Zeitpunkt hat eine Reduktion der Gaslieferungen also keine Auswirkungen auf die Stromversorgung.
  • Bei der Fernwärme-Versorgung gehen wir zum jetzigen Zeitpunkt nicht von einer Einschränkung bei der Wärmeversorgung aus.

Woher beziehen die Gemeindewerke ihr Erdgas?

  • Wir haben die vertraglich vereinbarten Erdgasmengen für unsere Kunden bereits vollständig über mehrere Teilmengen und einen längeren Zeitraum beschafft. Das und die Verteilung auf mehrere Lieferanten streut das Risiko für unsere Kunden.
  • Die Beschaffungspreise an den Energiemärkten sind in der letzten Zeit stark angestiegen. Dank unserer langfristigen Beschaffungsstrategie können wir Ihnen weiterhin attraktive Angebote machen.

Wir beobachten die Entwicklung gemeinsam mit den energiewirtschaftlichen Verbänden weiterhin sehr genau und halten Sie auf dem Laufenden. 
 

Wie sieht die Zukunft der Energiewirtschaft aus?

Die mittel- und langfristigen Auswirkungen sind zurzeit nicht absehbar. Aktuell wird intensiv daran gearbeitet, Alternativen zu russischem Gas zu finden, das immerhin die Hälfte sämtlicher deutscher Erdgasimporte ausmacht. Wer könnte zusätzlich Mengen liefern? Wo kann auf alternative Energieträger umgestellt beziehungsweise Energie reduziert werden?

Norwegen und die Niederlande sind wichtige Quellen. Zudem besteht die Möglichkeit, in gewissem Umfang zusätzliche Mengen verflüssigtes Gas (LNG) beispielsweise aus den USA zu beziehen. Hierfür ist der Aufbau eigener LNG-Anlandepunkte essentiell. Abgesehen davon würde der Ausbau der erneuerbaren Energien Deutschland unabhängiger von Energieimporten machen. Das umfasst neben dem schnellen Ausbau von Windenergie und Photovoltaik auch eine Biogas-Offensive. Erdgas wird sich in den nächsten Jahren und Jahrzehnten zum klimaneutralen Gas aus nachhaltigen Quellen wandeln. Und zu guter Letzt wird das Thema Energieeffizienz in Zukunft eine noch größere Bedeutung erhalten. Klar ist: Es wird nicht billig und geht auch nicht über Nacht!

Was tun wir für unsere Kunden?

Die Energiebeschaffung für unsere Kunden erfolgt zu einem hohen Anteil langfristig, auch mehrere Jahre im Voraus verteilt auf verschiedene Lieferanten. Dadurch wird das Risiko gestreut und starke Preisschwankungen an den Märkten bestmöglich ausgeglichen. Unsere Kunden sind immer fair und – ganz besonders wichtig – zuverlässig versorgt.

Sie können sicher sein: Wir beobachten die aktuellen Entwicklungen sehr genau und ergreifen in Abstimmung mit Verbänden geeignete Maßnahmen, die Rahmenbedingungen, die die Politik auf Bundesebene zum Beispiel im Bereich Energiewende oder Energieeffizienz vorgibt, umzusetzen. Hier finden Sie geeignete Tipps, Energie zu sparen.

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