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Aktuelles

Informationen für Gaskunden zur Soforthilfe der Bundesregierung

Die Gas- und Wärmepreisbremse wurde mit dem Erdgas-Wärme-Soforthilfegesetz (EWSG) beschlossen. Bestandteil des EWSG ist eine Soforthilfe im Dezember, welche einen Ausgleich für die gestiegenen Energierechnungen im Jahr 2022 darstellen soll.

Die Soforthilfe Dezember bietet uns die Möglichkeit, einige unserer Kundinnen und Kunden direkt zu entlasten, indem für sie die vertraglich vereinbarte Voraus- oder Abschlagszahlung im Dezember 2022 entfällt. Diese Entlastung wird aus Mitteln des Bundes finanziert.

Anspruchsberechtigte Kundinnen und Kunden

1) Haushalts- und kleine Gewerbekunden (SLP-Messung)

Sie zählen zu den anspruchsberechtigen Kundinnen und Kunden, wenn Sie als SLP-Kunde bei uns geführt werden. Dazu zählen in der Regel Haushalte und kleine Gewerbekunden. In diesem Fall profitieren Sie automatisch von der Soforthilfe.

2) Größere Gewerbe- und Industriekunden (RLM-Messung mit stündlicher Leistungsmessung)

Die Soforthilfe erhalten Sie ebenfalls, wenn Sie zu den Kundinnen und Kunden mit RLM-Messung zählen, die einen Erdgas-Jahresverbrauch von unter 1.500.000 Kilowattstunden (kWh) (1,5 Mio. kWh) vorweisen. Zusätzlich dazu sind RLM-Kunden mit einem Verbrauch von über 1,5 Mio. kWh anspruchsberechtigt, wenn

  • sie Vermieter sind und der Verbrauch mehrerer Haushalte bzw. Mieter über die Entnahmestelle abgerechnet wird oder es sich um eine Wohnungseigentümergesellschaft handelt,
  • sie eine Pflege-, Vorsorge- oder Rehabilitationseinrichtung, Kindertagesstätte oder eine andere Einrichtung der Kinder- und Jugendhilfe oder Vergleichbares sind.
  • sie eine staatlich anerkannte gemeinnützige Einrichtungen des Bildungs-, Wissenschafts- und Forschungsbereichs oder ein eingetragener Verein oder Vergleichbares sind oder
  • sie eine Einrichtung der medizinischen oder beruflichen Rehabilitation, eine Werkstätte für Menschen mit Behinderung oder Vergleichbares sind.

Zugelassene Krankenhäuser sind unabhängig vom Jahresverbrauch pro Entnahmestelle nicht kompensationsberechtigt, da sie in der zweiten Stufe der Wärmepreisbremse gesondert entlastet werden sollen.

Technische Abwicklung der Einmalzahlung

1) Haushalts- und Gewerbekunden (SLP-Messung)

Für unsere SLP-Kundinnen und Kunden sehen wir folgende Abwicklungsmöglichkeiten vor:

  • Einzugsermächtigung:
    Dezember: Sofern wir eine Einzugsermächtigung (SEPA-Lastschriftmandat) von Ihnen haben, werden wir Ihren Dezemberabschlag, der zum 31.12.2022 fällig wird, nicht einziehen. Sollte Ihr Dezemberabschlag aufgrund technischer Fehler dennoch eingezogen werden, wird er von uns unverzüglich zurück überwiesen.
    Januar: Sofern keine Voraus- oder Abschlagszahlung für den Monat Dezember 2022 aber für den Monat Januar 2023 vertraglich vereinbart ist und wir eine Einzugsermächtigung (SEPA-Lastschriftmandat) von Ihnen haben, werden wir ihren Januarabschlag 2023 nicht einziehen. Sollte Ihr Januarabschlag aufgrund technischer Fehler dennoch eingezogen werden, wird er von uns unverzüglich zurück überwiesen.
  • Dauerauftrag: Sollten Sie einen Dauerauftrag eingerichtet haben oder manuell monatlich überweisen, bitten wir Sie, die Zahlung für den Monat Dezember 2022 – oder, sofern kein Dezemberabschlag 2022 fällig wird, die Zahlung für den Monat Januar 2023 – ohne Angabe von Gründen einzubehalten. Für Sie entsteht keinerlei Handlungsbedarf, der über die Einbehaltung der Zahlung hinausgeht. Beträge, die Sie freiwillig dennoch zahlen, werden von uns in der nächsten Rechnung berücksichtigt.
  • Weitere Fälle: Sind keinerlei Voraus- oder Abschlagszahlungen für den Monat Dezember 2022 oder Januar 2023 vertraglich vereinbart, wird Ihnen der Entlastungsbetrag von uns bis spätestens zum 31. Januar 2023 gesondert ausgezahlt.

Die tatsächliche Höhe des Entlastungsbetrags unterscheidet sich je nach Haushalt oder Gewerbe. Sie entspricht einem Zwölftel des im September 2022 prognostizierten individuellen Jahresverbrauchs, multipliziert mit dem am 1. Dezember gültigen Gaspreis. In Ihrer Dezemberrechnung wird die Erstattung gesondert ausgewiesen.

2) Industriekunden (RLM-Messung mit stündlicher Leistungsmessung)

Kundinnen und Kunden unter 1,5 Mio. kWh

  • Die Entlastung erfolgt für Sie mit der ersten Abrechnung, die den Monat Dezember umfasst, und wird von uns separat in der Rechnung ausgewiesen

Kundinnen und Kunden, die einen jährlichen Verbrauch über 1,5 Mio. kWh vorweisen und unter die oben genannten Kriterien fallen, gilt:

  • Sie sind dazu verpflichtet uns bis zum 31. Dezember 2022 in Textform darzulegen, dass Sie einer der vorgenannten Gruppen der Entlastungsberechtigten angehören.
  • Die Entlastung erfolgt für Sie unabhängig von Ihrem Verbrauch mit der ersten Abrechnung, die den Monat Dezember umfasst, und wird von uns separat in der Rechnung ausgewiesen.

 

Weiterführende Informationen

Wichtig ist, dass mögliche Zahlungsrückstände Ihrerseits bei der Soforthilfe Dezember nicht berücksichtigt werden. Dies bedeutet, dass keine Verrechnung mit der Einmalzahlung erfolgen soll und wir somit sicherstellen, dass die Entlastung auf jeden Fall bei Ihnen ankommt.

Weiterführende Informationen zur Soforthilfe Dezember 2022, anspruchsberechtigen Kundinnen und Kunden sowie Abwicklungsmöglichkeiten der Auszahlung erhalten Sie unter:

https://www.bdew.de/media/documents/Awh_20221111_Soforthilfe_3._Auflage_11.11.22_final.pdf.

Die einmalige Entlastung im Dezember 2022, sowie die für 2023 geplante Gaspreisbremse können nicht alle finanziellen Belastungen für Sie ausgleichen. Es bleibt dringend nötig, dass jeder von uns nach seinen besten Möglichkeiten Energie spart. Das entlastet Sie nicht nur finanziell, sondern hilft dabei, die Energiekrise als gesamtgesellschaftliche Aufgabe gemeinsam zu bewältigen.

Wir hoffen, dass diese Entlastung Ihnen weiterhilft und Sie auch in Zukunft mit unseren Leistungen zufrieden sind.

 

Entscheidungshilfe: Was muss ich als Kunde tun?

Informationen für Wärmekunden zur Soforthilfe der Bundesregierung

Die Soforthilfe Dezember bietet uns die Möglichkeit, einige unserer Kundinnen und Kunden direkt zu entlasten, indem für sie die vertraglich vereinbarte Voraus- oder Abschlagszahlung im Dezember 2022 entfällt. Diese Entlastung wird aus Mitteln des Bundes finanziert.

Anspruchsberechtigte Kundinnen und Kunden

Als Kunde sind Sie anspruchsberechtigt, wenn Sie die gelieferte Wärme zu eigenen Zwecken verbrauchen, sofern ihr Jahresverbrauch 1.500.000 Kilowattstunden (kWh) (1,5 Mio. kWh) nicht übersteigt.

Ausnahmsweise sind Sie als Kunde mit einem Verbrauch von mehr als 1,5 Mio. kWh anspruchsberechtigt, wenn

  • Sie Vermieter sind und der Verbrauch mehrerer Haushalte bzw. Mieter über die Entnahmestelle abgerechnet wird oder es sich um eine Wohnungseigentümergesellschaft handelt,
  • Sie eine Pflege-, Vorsorge- oder Rehabilitationseinrichtung, Kindertagesstätte oder eine andere Einrichtung der Kinder- und Jugendhilfe oder Vergleichbares sind.
  • Sie eine staatlich anerkannte gemeinnützige Einrichtungen des Bildungs-, Wissenschafts- und Forschungsbereichs oder ein eingetragener Verein oder Vergleichbares sind oder
  • Sie eine Einrichtung der medizinischen oder beruflichen Rehabilitation, eine Werkstätte für Menschen mit Behinderung oder Vergleichbares sind.

Zugelassene Krankenhäuser sind unabhängig vom Jahresverbrauch pro Entnahmestelle nicht kompensationsberechtigt, da sie in der zweiten Stufe der Wärmepreisbremse gesondert entlastet werden sollen.

Technische Abwicklung der Einmalzahlung

Die technische Abwicklung Ihrer finanziellen Kompensation erfolgt spätestens bis zum 31. Dezember 2022. Folgende Abwicklungsmöglichkeiten sind möglich:

  • Wir verzichten auf die für Sie fällige Voraus- oder Abschlagszahlung im Dezember
  • Wir überweisen Ihnen den Entlastungsbetrag bis spätestens zum o.g. Datum
  • In Individualfällen prüfen wir eine Kombination der beiden erstgenannten Elemente

Damit wir die Entlastung schnellstmöglich für Sie umsetzen können, sind wir gesetzlich dazu verpflichtet, Kundendaten, die zur Plausibilisierung der zugrunde liegenden Kundenbeziehungen dienen, weiterzugeben. Hierunter fallen die Angabe einer E-Mail-Adresse oder einer Telefonnummer, der Postanschrift des Kunden, der Abschlagszahlung des Kunden für September 2022, sowie die Angabe der Liefermenge des Jahres 2021 oder ersatzweise die Liefermenge des letzten Abrechnungszeitraumes. Vorstehende Angaben sind für uns verpflichtend an den Beauftragten im Sinne des EWSG zu übermitteln.

Weiterführende Informationen

Wichtig ist, dass mögliche Zahlungsrückstände Ihrerseits bei der Soforthilfe Dezember nicht berücksichtigt werden. Dies bedeutet, dass keine Verrechnung mit der Einmalzahlung erfolgen soll und wir somit sicherstellen, dass die Entlastung auf jeden Fall bei Ihnen ankommt.

Weiterführende Informationen zur Soforthilfe Dezember 2022, anspruchsberechtigen Kundinnen und Kunden sowie Abwicklungsmöglichkeiten der Auszahlung erhalten Sie unter:

https://www.bdew.de/media/documents/Awh_20221111_Soforthilfe_3._Auflage_11.11.22_final.pdf.

Die einmalige Entlastung im Dezember 2022, sowie die für 2023 geplante Gaspreisbremse können nicht alle finanziellen Belastungen für Sie ausgleichen. Es bleibt dringend nötig, dass jeder von uns nach seinen besten Möglichkeiten Energie spart. Das entlastet Sie nicht nur finanziell, sondern hilft dabei, die Energiekrise als gesamtgesellschaftliche Aufgabe gemeinsam zu bewältigen.

Wir hoffen, dass diese Entlastung Ihnen weiterhilft und Sie auch in Zukunft mit unseren Leistungen zufrieden sind.

Wegfall der Gasbeschaffungsumlage

Am Nachmittag des 29.09.2022 haben Bundeskanzler Scholz, Bundeswirtschaftsminister Habeck und Bundesfinanzminister Lindner in einer gemeinsamen Pressekonferenz einen Abwehrschirm zur Abfederung der steigenden Energiekosten vorgestellt. Innerhalb dieser Pressekonferenz wurde außerdem die Aufhebung der Gaspreisanpassungsverordnung bekanntgegeben. Folglich wird somit die geplante Einführung der Gasbeschaffungsumlage zum 01.10.2022 nicht erfolgen. Die genaue für uns Gemeindewerke relevante Umsetzung und Handhabe wurde von Seiten der Regierung noch nicht bekanntgegeben.

Aufgrund der aktuellen Lage kommt es zu einem erhöhten Aufkommen von Anrufen und schriftlichen Anfragen. Wir bedauern die Ihnen entstandenen Unannehmlichkeiten sehr und arbeiten derzeit an der Korrektur zur Gasbeschaffungsumlage. Bitte vermeiden Sie Mehrfachanfragen. Der Kundenservice wird schnellstmöglich alle Anfragen beantworten. Für allgemeine Anliegen kann das Online-Kundenportal genutzt werden.

Was passiert mit dem Teilbetrag für September?

Der erhöhte Teilbetrag für September wurde bereits abgebucht. Dieser wird mit der nächsten Jahresabrechnung verrechnet. Es wird gebeten, von einer Rückbuchung abzusehen, um weitere Kosten und Mehraufwand zu vermeiden.

Werden die Teilbeträge angepasst?

Aktuell wird eine Absenkung der Teilbeträge für jeden Kunden geprüft. Über weitere Schritte sowie die Absenkung der Teilbeträge werden alle Kunden schriftlich informiert.
Dieser Prozess erfolgt automatisch durch die Gemeindewerke - Kunden müssen nichts tun.

Was ist die Gasbeschaffungsumlage?

Die Gasbeschaffungsumlage sollte zum 01.10.2022 eingeführt werden, um Unternehmen, die aufgrund der Einstellung der Gaslieferung aus Russland teuer Gas nachkaufen müssen, zu unterstützen und eine sichere Gasversorgung zu gewährleisten. 
Diese Umlage war in der Gaspreisverordnung geregelt, welche nun aufgehoben wurde.

Wird die Umsatzsteuer auf Gas gesenkt?

Die weiteren Entscheidungen in Bezug auf die Umsatzsteuerabsenkung auf 7% sowie den Gaspreisdeckel sind abzuwarten. Über weitere Entwicklungen werden die Kunden rechtzeitig informiert.

Wird auch die Speicherumlage aufgehoben?

Hierzu liegen uns noch keine Informationen vor.

Was passiert mit der Preisanpassung in der Grundversorgung zum 01.11.2022?

Sobald die weiteren Umsetzungsschritte von der Bundesregierung geklärt und kommuniziert wurden, wird jeder Kunde individuell informiert.

Energiepreise & Versorgungssicherheit: Wie gehts weiter? - 27.06.2022

Erschüttert blicken wir auf das Geschehen in der Ukraine. Die (energie-)wirtschaftlichen Herausforderungen, vor denen wir hier bei uns gerade stehen, sind das eine. Vor allem aber sind wir entsetzt und nehmen tiefen Anteil am unvorstellbaren Leid dort.

Was bedeutet die Ausrufung der Alarmstufe am 23. Juni 2022 aus dem Notfallplan Gas?

Russland hat in den letzten Tagen die Gasflüsse durch die Pipeline Nord Stream 1 deutlich reduziert. Die Versorgung ist aktuell weiterhin gewährleistet, aber es gilt auch den kommenden Winter im Blick zu behalten und für möglichst hohe Speicherfüllstände zu sorgen. Die Lage muss sehr genau beobachtet werden, weswegen das Bundeswirtschaftsministerium am 23. Juni 2022 die Alarmstufe aus dem Notfallplan Gas ausgerufen hat. Auch in der sogenannten Alarmstufe kümmern sich die Gasnetzbetreiber und die Gashändler noch in Eigenregie um die Aufrechterhaltung einer stabilen Gasversorgung. Die Energiewirtschaft steht aber in noch engerem Austausch mit der Bundesregierung und der Bundesnetzagentur.

Für Verbraucherinnen und Verbraucher ändert sich erst einmal nichts.

Was ist der Notfallplan Gas und welche Krisenstufen gibt es?

  • Der Notfallplan Gas regelt Maßnahmen zur Gewährleistung einer sicheren Gasversorgung und unterscheidet dabei drei Krisenstufen: Frühwarnstufe, Alarmstufe und Notfallstufe.
  • Frühwarn- und Alarmstufe
    • Gashändler, -lieferanten und Netzbetreiber ergreifen vorsorglich Maßnahmen, um auf eine mögliche Verschlechterung der Gasversorgungsalge schnell reagieren zu können
    • Es tritt ein Krisenteam aus Vertretern von Behörden und Energieversorgern beim Bundeswirtschaftsministerium zusammen, das sich regelmäßig über die aktuelle Lage informieren lässt
  • Notfallstufe – Staat greift ein, Bundesnetzagentur verteilt
    • Wenn die Energieversorgung unmittelbar gefährdet ist, kann die Bundesregierung die Notfallstufe ausrufen
    • Die Bundesnetzagentur (BNetzA) kann dann hoheitliche Maßnahmen durchführen, die durch die Netzbetreiber, auch in unserem Netzgebiet, ausgeführt werden müssen.

Was tun wir für Sie? 

Sie können sicher sein: Wir beobachten die aktuellen Entwicklungen sehr genau und ergreifen in Abstimmung mit Verbänden geeignete Maßnahmen, die Rahmenbedingungen, die die Politik auf Bundesebene vorgibt, umzusetzen.

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